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Omega Drone Reeds
Patent angemeldet
Ross Bagpipe Reeds PTY. Ltd.
(Übersetzt durch MacEge)
Vielen Dank, dass Sie ein Set Omega Reeds erworben haben. Sie werden die gleiche Zufriedenheit empfinden wie
Zehntausende Piper vor Ihnen, die ein Produkt der Ross Bagpipe Reeds beim Pipen einsetzen. Die hauptsächlichen Vorteile, die unser Omega Reed bietet, sind wie folgt:
1. Die wichtigsten Änderungen und Einstellungen am Reed , Stärke, Tonqualität, Tonhöhe, und Lautstärke, werden
durch Biegen des Reedkörpers durchgeführt und nicht durch Biegen der Zunge. Dadurch wird eine sofort wirksame und anhaltende Anpassung erreicht, die wieder durch den Piper geändert werden kann.
2. Ein Vorspannen (Aufbiegen) der Zunge ist nie erforderlich. Dadurch gibt es auch kein allmähliches
"Setzen" (Wiedererschlaffen) der Zunge.
3. Die Omega Reeds bieten dem Piper die grösste Bandbreiten, die Stärke, Tonhöhe, Volumen und Tonqualität
einzustellen, die jemals beim Pipen erforderlich sein werden.
4. Die Reeds funktionieren sofort und werden
unter allen Umständen funktionieren, denen ein Reed beim Pipen jemals unterworfen sein wird.
5. Es ist das effizienteste Reed aller Zeiten.
6. Extrem lange Lebensdauer mit konstantem Ton, Stärke, Tonhöhe und Ansprechverhalten aufgrund der robusten
Materialien, aus denen die Reeds gefertigt sind.
7. Die Reeds können präzise angepaßt werden, sodass die beste Stabilität der Drones erreicht werden kann.
8. Die genaueste Einstellung in Tonhöhe, Stärke, Volumen, und Tonqualität von allen Reeds, die je entwickelt
wurden.
9. Es gibt keine traditionellen Bridles (Stimmbündchen), die sich lösen oder verschieben können, statt dessen den
ersten voll einstellbaren und dauerhaften Tuning-Clip.
10. Präzises Einsetzen (striking-in) und Stoppen der Reeds werden leicht gemacht.
Das Omega Drone Reed ist bereits voreingestellt, um aus der Schachtel heraus zu funktionieren. Darüber hinaus
wurde es so entworfen, dass dem Piper die Möglichkeit gegeben wird, das Reed mit einem Höchstmaß an Möglichkeiten in Stärke, Tonhöhe, Volumen, und Tonqualität so einzustellen, wie es seinem Bedarf entspricht.
ÜBER DAS OMEGA DRONE REED
Geoff Ross hat weltweit das erste Drone Reed entwickelt und patentieren lassen, das einen biegsamen Körper
aufweist, wodurch die Notwendigkeit, eine Reed-Zunge aufzubiegen oder mit einer Vorspannung zu versehen, entfällt.
Statt dessen wird eine Stellschraube, die in einem Rahmen aus rostfreiem Edelstahl sitzt, hinein- oder
herausgeschraubt, wodurch der Reed-Körper aus Kunststoff verformt wird. Diese Schraube kann in drei verschiedene Gewindebohrungen gesetzt werden. Dadurch erhält der Piper die Möglichkeit, verschiedene Tonqualitäten, Tonhöhen und
Blasstärken einzustellen. Welche Bohrung benutzt wird, hängt von der Tonqualität und Tonhöhe ab, die der Piper bevorzugt oder für seine Pipe benötigt. Hineinschrauben der Stellschraube verstärkt die Biegung des Reedkörpers, um den
Luftspalt zwischen Zunge und Körper zu vergrößern, und läßt mehr Luft durchströmen, die die Zunge in Schwingungen versetzt.
Der Grad der Durchbiegung hängt direkt vom Blasdruck ab , wodurch die Stärke der Drone an das Chanter-Reed
angepaßt werden kann. (Mehr Biegung = mehr Druck = mehr Luftdurchsatz = größere Lautstärke).
WIE DAS OMEGA DRONE REED GESETZT WIRD
Wenn Sie bereits Drone Reeds in Ihrer Pipe haben, die zufriedenstellend eingestellt sind, sollten Sie zuerst nur
eines der Tenor Drone Reeds gegen ein Omega Reed austauschen, damit Ihnen die Vergleichsmöglichkeit zu den anderen Reeds erhalten bleibt. Möglicherweise müssen Sie am Omega Reed etwas von der roten, gewachsten Schnur abwickeln, damit es in
den Reedsitz passt. Wie weit Sie das Reed in den Reedsitz hineinstecken, beeinflusst die Tonhöhe und Lautstärke der Drone. Für den Anfang sollten Sie das Reed erst mal ganz hineinstecken.
Beim Einbauen DREHEN Sie das Reed ! Also nicht "hineinwackeln"!
Das Reed muss absolut gerade in der Achse der Drone stehen und darf nicht irgendwie schief eingebaut werden.
Ebenso gilt beim Ausbauen des Omega-Reeds, dass es nur gedreht und nicht seitlich gebogen werden darf.
Als nächstes stoppen Sie Chanter und Bassdrone und testen die Drone mit dem Omega Reed gegen die Drone mit Ihrem
bisherigen Reed. Das gibt Ihnen einen Hinweis, wie Sie das Omega-Reed einstellen müssen, um die bisherigen Klangergebnisse zu erhalten.
Falls das Omega-Reed in der Tonhöhe (pitch) angepasst werden muss, lesen Sie bei "Anpassung
der Tonhöhe" weiter. Wenn das Omega Reed im Blasdruck angepasst werden muss, um zum bisherigen Reed zu passen, dann schauen Sie unter "Regulierung der Stärke (Blasdruck)"
nach. Tenor Drones werden normalerweise so eingestellt, dass der Ton stimmt, wenn die obere Sektion so weit ausgezogen ist, dass man gerade noch die erste Lage der gelben Wicklung sehen kann. Das gibt den besten Ton. Mehr dazu unter
"Einstellung der Tonqualität".
Wenn Sie das erste Omega Tenor Drone Reed passend zum vorhandenen Reed gesetzt und eingestellt haben, nehmen Sie
das andere Omega Reed aus der Schachtel und stellen es genauso ein, wie das erste. Stimmen Sie die beiden Drones aufeinander ab und mit etwas Glück sollten sie recht genau zusammenpassen. Wenn nicht, schauen Sie nach unter "Angleichen der Reeds in Bezug auf Stärke und Stabilität".
(Empfehlung von Reinhold Ege
Wenn Ihre bisherigen Drone Reeds nicht zufriedenstellend sind oder wenn Sie eine neue Pipe haben, bauen Sie die
beiden Tenor Drones ein, wie sie sind, stimmen sie, so gut es geht und spielen Sie die Pipe mit Chanter und allen Drones, die Sie verkraften. Nach einer Spieldauer von ca 2 Stunden (muss nicht am Stück sein), können Sie daran gehen, die
Omega Drones wie beschrieben einzustellen. Die Reeds sind dann schon ein bisschen eingespielt, Sie kennen ihre Eigenschaften etwas und tun sich leichter, zu entscheiden, welche Einstellungen erforderlich sein werden. Erst später bauen Sie
das Bass Drone Reed ein.)
Wie das Omega Bass Drone Reed gesetzt wird.
Nachdem die Tenor Drone Reeds zufriedenstellend laufen, muss das Bass Drone Reed so eingestellt werden, dass es
zu Ihren Tenor Drone Reeds in Tonhöhe, Blasstärke und Lautstärke (Volumen) passt und der Klang der beiden verschiedenen Oktaven zusammen harmonisch verschmilzt. Testen Sie zuerst einmal den erforderlichen Blasdruck.
Die grossen Unterschiede in den Bohrungen der verschiedenen Bass Drones machen es sehr wahrscheinlich, dass Ihr
Omega Bass Drone Reed in der Blasstärke etwas angepasst werden muss, damit es damit übereinstimmt, was Sie von Ihrem bisherigen Reed gewohnt sind. Beachten Sie dazu den Absatz "Regulierung der Stärke (Blasdruck)".
Beispielsweise haben viele der älteren Drones, wie die von McDougall, Henderson oder Glen sehr viel andere
Anforderungen an das Setzen von Reeds als die moderneren Drones von Neill, MacCallum oder Sinclair. Die meisten modernen Drones brauchen eine größere Reduzierung des Blasdrucks gegenüber den älteren Drones. Das hängt von den sehr
unterschiedlichen Bohrungen ab und die haben wieder ihre eigenen Vorteile und Nachteile, die aber hier nicht diskutiert werden sollen.
Testen Sie die Bass Drone gegen die Tenor Drones zuerst ohne Chanter, aber mit vollem Spieldruck (Chanter-Stock
verkorken). Stimmen Sie die Bass Drone gegen die Tenor Drones. Idealerweise steht der obere Bass Drone Teil so weit ausgezogen, dass die erste Wicklung des gelben Hanfes sichtbar wird und der mittlere Bass Drone Teil soll sich etwa zwei
Finger breit über dem Projecting Mount befinden, also ca 4 bis 5 Zentimeter des Tuning Pin sehen lassen. Die Begründung für diese Stellung finden Sie im Abschnitt "Probleme beim Anspielen der Bass Drone".
Unabhängig davon, dass die Einstellung der Blasstärke in erster Linie dazu dient, dass das Reed ohne zu stoppen
funktioniert, soll die Bass Drone so eingestellt werden , dass zu den Tenor Drones eine angenehme Balance sowohl in der Blasstärke als auch in der Tonqualität über beide Oktaven entsteht. Das kann durchaus bedeuten, dass Sie sowohl die
Stärke des Bass Drone Reeds als auch die Stärke der Tenor Drone Reeds mehrfach ändern müssen, um in Versuch und Irrtum dieses Ziel zu erreichen.
(Empfehlung von Reinhold Ege Wie schon weiter oben, empfehle ich auch hier, die Reeds erst einmal ein paar
Stunden zu spielen., Sie kennen dann die Eigenschaften der Reeds etwas und tun sich leichter, zu entscheiden, welche Einstellungen erforderlich sein werden.)
Regulierung der Stärke (Blasdruck)
Omega Reeds können auf jeden beliebigen Blasdruck eingestellt werden - von nahezu Null bis zum Lungensprenger -
und behalten diese Stärke bei, bis sie wieder neu reguliert werden. Mit dem beigelegten kleinen Imbusschlüssel können die Stellschrauben angezogen oder gelockert werden. (Hinweis : Ersatzschlüssel gibt es für ein paar Cents im Baumarkt,
Sie sollten einen im Sporran mit sich führen !)
Um die Blasstärke zu erhöhen, führen Sie den Imbusschlüssel in die Stellschraube unten am Reed ein und ziehen die
Schraube ein klein wenig im Uhrzeigersinn an, dann testen Sie das Reed, ob die Stärke jetzt stimmt. Um das Reed leichter zu machen (weniger Blasdruck) drehen Sie die Schraube im Gegenuhrzeigersinn. Bitte beachten Sie, dass Sie den
Schlüssel jeweils nur ganz, ganz wenig drehen, weil das System sehr empfindlich ist und sich die Stärke des Reeds sehr schnell entscheidend ändern wird. Beispielsweise wird bereits eine Achtelumdrehung einen bemerkbaren Einfluss auf die
Stärke des Reeds haben. Da die Zunge des Reeds immer gerade bleibt und nicht verändert wird, und da der Reedkörper in seiner jeweiligen Position festgehalten wird, ist eine Einstellung am Reed solange unveränderlich, bis es wieder bewusst
geändert wird; das heisst, das Reed verändert sich nicht selbst durch Lahmwerden oder Nachlassen der Spannung. Omega Reeds sind die ersten Reeds, die diesen Grad an Genauigkeit und Dauerhaftigkeit in der Einstellung möglich machen.
Änderungen am Tuning Clip zur Einstellung von Stärke, Tonhöhe und Tonqualität
Änderungen am Tuning Clip werden durch Lösen der Stellschraube mit dem Imbusschlüssel durchgeführt. Dazu dreht
man die Stellschraube im Tuning Clip im Gegenuhrzeigersinn (wie wenn Sie eine Uhr zurückstellen). Dann kann man den Tuning Clip ZURÜCK (auf den Reedsitz zu) schieben, um das Reed stärker und den Eigenton niedriger zu machen. Oder man kann
es VORWÄRTS (in Richtung Gummipfropfen) schieben, um das Reed weicher und den Eigenton höher zu machen. Bitte beachten Sie, dass diese beiden Änderungen auch die Tonqualität beeinflussen, Einzelheiten dazu im Abschnitt "Einstellung der Tonqualität".
Wenn Sie die Einstellung gemacht haben und die Stellschraube wieder anziehen, müssen Sie darauf achten, nicht zu
fest anzuziehen. Besonders beim Bass Reed kann das Quietschen und Einstimmprobleme verursachen. Minimale Kraftanwendung ist bereits ausreichend, um den Tuning Clip vor dem Verrutschen zu bewahren. Etwas mehr Spannung über diesen Punkt
hinaus wird das Reed stärker machen und einen schärferen Ton verursachen, aber wenn Sie es übertreiben, dann können Sie Probleme beim Einsatz (striking-in) erhalten. Falls Sie den besonderen, etwas schärferen Ton bevorzugen, der durch das
stärkere Anziehen der Stellschraube auf dem Tuning Clip verursacht wird, dann werden Sie wahrscheinlich die Stellschraube in der Halterung auf der Rückseite des Reeds etwas lösen müssen, um die erhöhte Stärke des Reeds wieder
auszugleichen, und dies wird auch die Tonhöhe erhöhen. Der einzigartige, verstellbare Tuning Clip erlaubt jederzeit einen gleichmäßigen und dauerhaften Druck auf die Zunge, was die grösste Langlebigkeit und Effektivität aller bekannter
Bridle-Vorrichtungen ergibt.
Anpassung der Tonhöhe
Omega Drone Reeds bieten eine außerordentliche Bandbreite an Möglichkeiten, um die Tonhöhe der Drones zu
verändern . Abhängig von der Bauart der Drones kann die Tonhöhe um bis zu 30 Hz bei einer Tenor Drone und 20 Hz bei einer Bass Drone geändert werden, ohne dass dazu die Drone-Einstellung (Länge) geändert werden muss. Einfach durch
Einstellungen am Reed ! Das heisst, die Tonhöhen, die den Pipern offen stehen,, die das Omega Reed spielen, ist gewaltig.
Jede einzelne oder eine Kombination der folgenden Einstellungen kann andere Tonhöhen erzeugen.
Wenn Sie den Gummipfropfen weiter in das Reed hineindrehen, wird es den Ton erhöhen. Herausdrehen macht den Ton
niedriger.
· Wenn Sie das Reed ganz tief in die Drone setzen, wird es den Ton erhöhen. Wenn Sie es weiter heraus setzen,
wird es den Ton niedriger machen.
· Wenn Sie den Tuning Clip nach vorne schieben (in Richtung Gummipfropfen) wird sich der Ton erhöhen und wenn Sie
ihn nach hinten schieben (in Richtung rote Wicklung) wird der Ton niedriger. Aber beachten Sie bitte, dass Sie ganz erhebliche Probleme mit dem Einschwingen bekommen können, wenn die Zunge zu kurz wird, besonders beim Bass Reed.
· Wenn Sie die Stellschraube auf der Rückseite des Reeds in ein anderes Gewindeloch setzen, wird dies die Tonhöhe
ändern. Wenn Sie sie in das vordere Loch (in Richtung Gummipfropfen) schrauben, wird der Ton höher werden. Wenn Sie sie in das hintere Loch (in Richtung rote Wicklung) schrauben, wird der Ton tiefer. Alle dargestellten vier Möglichkeiten
werden eine Zunahme bzw. Abnahme sowohl der Tonhöhe als auch gleichzeitig der Tonqualität bewirken.
Einstellen der Tonqualität
Die Ton-Qualität, oder der Klang, ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks, jedoch bieten die
Omega Drone Reeds auch hier dem Piper die Möglichkeiten, seinen angestrebten Klang vollständig zu erreichen. Die Piper können jederzeit eine Einstellung für den Klang vornehmen oder wieder zurücknehmen und dabei sicher sein, dass die
gewählte Einstellung sich nicht selbst verändern wird, bis sie wieder absichtlich verstellt wird. Dies ist es, was unsere Omega Drone Reeds wahrhaftig einzigartig macht. Änderungen am Klang sind immer verbunden mit Änderungen der Tonhöhe,
aber bei Omega Reeds kann die originale Tonhöhe leicht wieder hergestellt werden.
· Wie man einen weicheren, leiseren Klang erreicht
Ein weicherer, leiserer Ton kann erreicht werden, indem man den Gummistopfen weiter herauszieht, bis er gerade
noch sicher hält (also ungefähr noch ca. 1/4 im Reedkörper verbleibt). Und man setzt das Reed nur halb in die Drone. Und man schraubt die Stellschraube auf der Unterseite des Reeds in das vordere Schraubgewinde, also in Richtung des
Gummistopfens. Man sollte dann allerdings auch den Tuning Clip nach vorne (Richtung Gummistopfen) verschieben, um durch Verkürzen der Zunge die Tonhöhe wieder anzuheben, die durch die anderen Änderungen niedriger wurde. Sie werden die
Stärke des Reeds Ihren Anforderungen anpassen müssen und auch Feineinstellungen in der Position des Tuning Clip vornehmen, bis alles zusammenpasst. Eine weitere Möglichkeit, einen weicheren Ton zu erhalten, besteht darin, die Stellschraube
in der hinteren Metallkappe UND im Tuning Clip zu lockern, sodass die Zunge ca 1 - 2 mm nach vorne geschoben werden kann. Ziehen Sie die Stellschrauben wieder vorsichtig an und nehmen Sie dann die erforderlichen Änderungen vor, um in Bezug
auf Stärke und Tonhöhe die angestrebten Ergebnisse zu erzielen.
· Wie man einen stärker vibrierenden und robusteren Klang erreicht
Ein stärker vibrierender und robusterer Ton kann erreicht werden, indem man den Gummistopfen vollständig in den
Reedkörper dreht und die Stellschraube in der Metallspange in das dritte Schraubenloch (in Richtung rote Wicklung) versetzt und den Tuning Clip etwas weiter nach hinten (in Richtung rote Wicklung) verschiebt und das Reed ganz tief in die
Drone einsetzt. Dies wird Ihren Drones einen stärker vibrierenden und robusteren Ton geben.
Die oben angeführten Methoden, um zwei doch recht extrem weit auseinanderliegende Klangqualitäten zu erreichen,
sind sicher nicht jedermanns Geschmack; sie können aber durch ganz vorsichtige Anwendung leicht modifiziert und variiert werden, um den gewünschten Klang zu erhalten, wie es eben dem persönlichem Geschmack entspricht. Beispielsweise kann
man die Finger vom Gummistopfen lassen und nur den Reed-Sitz und die Position der Stellschraube auf der Unterseite verändern, um etwas kleinere Tonänderungen zu erreichen, aber das führt dann möglicherweise zu einer grösseren Veränderung
in der Tonhöhe, als einem lieb ist.
Es hängt eben alles zusammen und ist eine Sache von kleinsten, kombinierten und abgestimmten Veränderungen, die
man vornehmen sollte, um den gewünschten Ton zu erhalten.
Wie man das Volumen des Omega Reeds reguliert
Das Volumen ist sehr stark verbunden mit der Stärke (Blasdruck) des Reeds und normalerweise führen alle
Änderungen, die zur Regulierung der Stärke vorgenommen werden, automatisch auch zu einer gleichgerichteten Volumenänderung. Es kann das Volumen bei Tenor Drones sehr deutlich erhöht werden, indem der Gummistopfen weiter in das Reed gedreht
wird und indem das Reed tiefer in die Drone eingesetzt wird. Bei Bass Drones ist der Effekt nicht so stark.
Angleichen der Reeds in Bezug auf Stärke und Stabilität
Im Idealfall sollte sich die Tonhöhe aller drei Drones bei irgendwelchen Luftdruckschwankungen gleichmässig bzw.
jeweils gleichartig ändern und diese Tonhöhenänderungen sollten minimal sein. Das ist es, was landläufig “steady drones” genannt wird, also beständige oder Drones, und es sollte nur einen vereinten Ton geben, der harmonisch mit
dem Chanter verschmilzt. Um dies zu erreichen, muss man alle drei Drones in Stärke und Tonhöhe in Übereinstimmung gebracht haben. Das wird getestet, indem man den Chanter Stock mit einem Korken verstopft und die Bass Drone zum Schweigen
gebracht hat. Dann bläst man den Bag auf und stimmt bei einem relativ leichten Druck die beiden Tenor Drones ganz präzise und exakt aufeinander ab. Wenn Sie gestimmt sind, erhöhen Sie den Druck über das normale Maß hinaus und horchen, ob
die Drones auseinanderlaufen, sich also verstimmen. Das merkt man auch daran, dass eine der Drones länger gemacht (ausgezogen) werden muss, damit wieder beide zur Übereinstimmung kommen. Das ist die Drone mit dem schwächeren Reed. Schwache
oder unstabile Reeds werden sich bei Druckerhöhung mehr verstimmen und dabei höher im Ton werden als stabile Reeds. Merken Sie sich : die Drone , die länger gemacht werden muss, enthält das schwache Reed. Ihre Aufgabe ist es nun, dieses
Reed stärker zu machen.
Um ein Omega Tenor Drone Reed stärker zu machen, also stabiler, und es dabei auch mehr in Übereinstimmung mit dem
anderen Tenor Drone Reed zu bringen, gehen Sie vor, wie im Abschnitt “Regulierung der Stärke (Blasdruck)” beschrieben.
Nach der gleichen Testmethode gehen Sie vor, um das Bass Drone Reed zu prüfen, doch ist es dabei ratsam, eines
der beiden Tenor Drone Reeds zu stoppen, damit Sie die Tonhöhenunterschiede besser und genauer feststellen und zuordnen können.
(Anmerkung von Reinhold Ege
Verzweifeln Sie nicht, wenn das beim ersten Mal nicht funktioniert. Das Feinstimmen und Abstimmen der Drone Reeds
ist eine Wissenschaft für sich und verlangt jahrelange Erfahrung, die nur durch Üben erworben werden kann.
Und dann stellen Sie sich mal übungshalber vor, was passiert, wenn die Bass Drone das stärkste Reed enthält.
Schwächer machen ? Um Himmels Willen, nein ! Sie müssen die Tenor Drone Reeds stärker machen! Das heisst, der ganze Zauber fängt von vorne an. So lange, bis alle drei Reeds übereinstimmen.)
PROBLEMLÖSUNGEN
Wenn sich das Bass Drone Reed nicht richtig starten lässt
Bass Drones werden mit derart vielen unterschiedlichen Bohrungen hergestellt, dass unmöglich ein für alle sofort
passendes Reed hergestellt werden kann. Manche Piper können dadurch Schwierigkeiten haben, das Reed korrekt (am Beginn eines Stückes) zu starten (to strike in) oder einzusetzen, besonders wenn die Reeds nicht in einem Ross Canister Bag
oder in einem anderen Bag, der mit einer Vorrichtung zur Luftkontrolle ausgestattet ist, gespielt wird. Das Striking-In-Problem (Einsetz-Problem) wird normalerweise durch einen zu grossen Luftdruckrückstau verursacht (Anmerkung Ege : In
der Drone baut sich ein Luftdruck auf, der nach hinten, also auf die Reeds zu wirksam ist), vor allem wenn die Drone weit ausgezogen ist. Probleme beim Einsetzen können auch durch ein zu hart eingestelltes Reed entstehen.
Stellen Sie daher das Bass Reed so ein, dass der untere Stimmzug (das Mittelteil) der Drone etwas weiter
zusammengeschoben (verkürzt) werden muss. Dazu soll der Eigenton des Reeds höher gemacht werden , siehe "Anpassung der Tonhöhe", der Oberteil der Drone soll weiter auseinander gezogen werden und es soll überprüft werden,
ob das Reed nicht zu hart eingestellt ist.
Wie man das Volumen des Omega Reeds reguliert
Das Volumen ist sehr stark verbunden mit der Stärke (Blasdruck) des Reeds und normalerweise führen alle
Änderungen, die zur Regulierung der Stärke vorgenommen werden, automatisch auch zu einer gleichgerichteten Volumenänderung. Es kann das Volumen bei Tenor Drones sehr deutlich erhöht werden, indem der Gummistopfen weiter in das Reed gedreht
wird und indem das Reed tiefer in die Drone eingesetzt wird. Bei Bass Drones ist der Effekt nicht so stark.
Ross Bagpipe Reeds PTY haben eine sehr einfache Lösung für alle striking-in Probleme entwickelt, die Sie zusammen
mit dem Omega Bass Drone Reed einsetzen können. Es ist ein Satz von zwei Gummi-Unterlagscheiben, die die Luftzufuhr zu den Reeds kontrollieren. Die Scheiben werden auf dem Gummistopfen im Bass Drone Reed befestigt. Sie finden die Scheiben
in der Verpackung für die Reeds, wo sie mit einer Reißzwecke befestigt sind. Drehen Sie den Gummistopfen aus dem Reedkörper und schieben Sie beide Scheiben auf den Stopfen, dann drehen Sie den Stopfen wieder zurück in den Reedkörper. (mit
einem Tropfen Geschirrspülmittel als Schmiermittel geht das leichter!) Schieben Sie nun die Scheiben hart an den metallischen Reedkörper und drehen Sie sie so, dass die abgeflachte Kante beider Scheiben parallel zur Oberkante des Reeds
steht. (Abb 1 auf Seite 6 der Original-Anleitung).
In dieser Stellung kann genug Luft durchströmen, das Reed wird einen guten Ton geben und in den meisten Fällen
werden die Einsatzprobleme bereits behoben sein. In ganz hartnäckigen Fällen verdrehen Sie die beiden Scheiben gegeneinander, es entsteht dann eine eher V-förmige Öffnung, die den Luftstrom weiter reduziert. Versuchen Sie mehrere
verschiedene Stellungen, bis die Striking-In-Probleme beseitigt sind.
Was tun, wenn Ihre Bassdrone rattert oder Geräusche wie ein Motorrad macht?
Rattern oder Röhren (wie ein Motorrad) in einer Bassdrone kann durch etliche Gründe verursacht sein, aber
meistens tritt es bei Bass-Drones mit einer grossen Bohrung auf, vor allem bei solchen mit einer grossen Bohrung im unteren Abschnitt. Abhängig vom Typ Ihrer Drone und abhängig davon, wie ernst dieses Problem bei Ihnen ist, gibt es mehrere
Lösungsmöglichkeiten mit Omega Drone Reeds.
Meist hilft es schon, den Gummistopfen ganz in den Reedkörper hineinzuschieben. Auch eine einzelne oder eine
Kombination der folgenden Einstellmöglichkeiten kann helfen : stimmen Sie so, dass das mittlere Drone-Teil nur ein oder zwei fingerbreit ausgezogen ist und das obere Drone-Teil soweit ausgezogen ist, dass man die gelbe Wicklung bereits
sieht. Dann kann man noch die Zunge am Reed länger machen, indem der Tuning Clip verschoben wird, man kann die Stellschraube an der Unterseite in die dritte Position setzen und man kann die Zunge etwas verschieben, indem man die beiden
Stellschrauben im Tuning Clip und in der hinteren Abschlusskappe löst, die Zunge etwa 1-2 mm nach vorne zieht (in Richtung Gummistopfen) und dann die Schrauben wieder vorsichtig anzieht. Das wird das Problem lösen. Ross Reeds PTY schlägt
vor, eine, mehrere oder alle dieser Möglichkeiten auszuprobieren, je nachdem, wie schwerwiegend das Problem mit dem Röhren bei Ihnen ist.
Wie man quietschende Tenor Drones kuriert
Quietschende Tenor Drones werden normalerweise dadurch verursacht, dass die Zunge in Bezug auf ihre Stärke zu
kurz ist, also der Tuning Clip zu weit nach vorne in Richtung Gummistopfen gesetzt wurde. Die Abhilfe ist leicht, einfach das Schräubchen lockern, den Tuning Clip etwas weiter nach hinten setzen und wieder vorsichtig festschrauben. Dadurch
wird die Zunge länger und das Reed etwas tiefer. Möglicherweise muss man auch die Stärke des Reeds verringern, indem die Stellschraube auf der Unterseite nachjustiert wird ( siehe Einstellen der Stärke des Reeds)
Bevor man am Reed herumschraubt, sollte man prüfen, ob sich am Reed Schmutz angesammelt hat, der zu Lecks
zwischen Zunge und Körper führen und dieses Quietschen auslösen kann. Es ist eine gute Idee, von Zeit zu Zeit die Reeds daraufhin abzuchecken. Siehe auch Abschnitt "Wartung des Reeds".
Wie man ein starkes Reed mit Double-Tone einrichten kann
Siehe hierzu den Absatz "Ändern der Stärke eines Reeds". Durch Schwächermachen des Reeds kann der
"Double Tone " kuriert werden.
Wie man ein stoppendes Reed am Laufen hält
Stoppende Omega Reeds werden fast ausschliesslich dadurch verursacht, dass das Omega Reed im Verhältnis zum
Luftdruck des Chanter Reeds zu schwach eingestellt wurde.
Anders als andere Reeds werden Omega Reeds durch die Feuchtigkeit nicht dahingehend beeinflusst, dass sie
stoppen, ausgenommen vielleicht, wenn sie ganz extrem weich eingestellt wurden. Um das Stoppen zu vermeiden, reicht es daher, das Reed etwas härter zu stellen. Siehe unter "Ändern der Stärke eines Reeds".
Was tun, wenn ein zu stark eingestelltes Reed zurückgefahren werden soll ?
Wenn es jemals vorkommen sollte, dass Sie ein sehr hart eingestelltes Reed zurückfahren müssen auf eine ganz
schwache Einstellung und Sie haben die Stellschraube auf der Unterseite ganz gelockert bzw. herausgedreht und immer noch ist das Reed zu hart, dann liegt es daran, dass sich der blaue Reedkörper verbogen hat. Biegen Sie ihn dann ganz
vorsichtig zurück in eine gerade Position. ( Anmerkung R.Ege : Vorsicht ! Nicht die Zunge biegen! Anschließend die Einstellungen des Reeds neu aufbauen. Nebenbei : Ich halt das für ein sehr gefährliches Vorgehen und ich würde es mir
dreimal überlegen, bevor ich diese Methode anwende.)
Wartung des Reeds
Omega Drone Reeds brauchen sehr wenig Wartung, abgesehen davon, dass man von Zeit zu Zeit nachsehen sollte, ob
sich unter der Zunge irgendwelche Fremdkörper oder Schmutz befinden. Dies könnte die Luftdichtigkeit des Reeds beeinflussen und Fremdluft durchlassen, die Quietschen bei Tenor Drone Reeds verursachen können oder auch allgemein
Einsatzprobleme (striking-in). Die Zungen können leicht gereinigt werden, indem ein sehr dünnes Tuch zwischen Zunge und Reedkörper durchgezogen wird. (Anmerkung: Ich nehme bei meinen Small Pipe Reeds immer ein dünnes Papier)
Es ist auch eine gute Idee, darauf zu achten, dass die Zunge immer gerade auf dem Körper aufliegt. Eine schiefe
Zunge kann Luft durchlassen und das führt dann zum Quietschen und Einsatz-Problemen.
(Noch ein Hinweis : Ich binde bei allen meinen Reeds immer eine dünne Schnur, z.B. gewachsten Hanf, um die Basis
des Reeds. Das lose Ende klemme ich beim Einstecken der Drone mit der gelben Wicklung fest. Selbst wenn sich das Reed lockern sollte und herausfällt, was vorkommen kann, dann kann es doch nicht in den Bag fallen und durch seasoning
verschmiert werden, sondern es bleibt an der Schnur hängen. R.. Ege)
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